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Neuer Motor für AT Maps

Mit der neuen Version 2 haben wir AT Maps einen neuen Motor verpasst. Dieser macht AT Maps nicht nur deutlich schneller, sondern auch flexibler. Um genauer zu verstehen, was sich geändert hat, hilft ein Blick unter die Karosserie bzw. hinter die Fassade.

Wie funktioniert AT Maps?

Wie viele Webanwendungen besteht AT Maps aus einem serverseitigen Backend und einem client- bzw. browserseitigem Frontend, die über Webservices miteinander kommunizieren. Das Backend kommuniziert dabei mit der Datenbank, ruft aus dieser Immobiliendaten, die zu den Filtereinstellungen des Kunden passen ab, und sendet diese dann an das Frontend. Das Frontend generiert die Kartenansicht und stellt die aus den Backend abgerufenen Karten als sogenannte Marker (bzw. Pins) dar.

Wo war der Haken?

Für die Erzeugung der Kartenansicht und die Positionierung der Pins setzte Version 1 von AT Maps noch auf das JavaScript Framework Leaflet. Dieses hat den Vorteil, dass es sehr einsteigerfreundlich ist und den Entwicklern viel Arbeit abnimmt: Funktionen für die Platzierung von Markern, Zusammenfassung von Markern zu Clustern und die Anzeige von Popups sowie Interaktionen mit diesen Elementen sind bereits im Framework enthalten und müssen nicht selbst programmiert werden.
Das Manko daran: Leaflet generiert jeden Marker als eigenes DOM-Element – also als Element mit eigenem HTML-Code innerhalb der Webseite. Bei einer großen Anzahl von Markern entstehen dadurch mehrere tausend DOM-Elemente, was dazu führt, dass das Rendern („Darstellen“) der Seite durch den Browser sehr lange dauert und der Browser in dieser Zeit auch nicht auf Benutzerinteraktionen reagiert.

Was haben wir geändert?

Serverseitig konnten wir unsere Datenbankabfragen so optimieren, dass die Ladegeschwindigkeit verdreifacht wird – vergleichsweise wenig Aufwand mit großer Wirkung. Um die Lade- bzw. Renderzeit im Frontend zu verbessern war ein größerer Umbau, nämlich ein „Motortausch“ notwendig: Für die Kartendarstellung ersetzten wir Leaflet durch das OpenLayers-Framework. OpenLayers vertauscht die Vor- und Nachteile von Leaflet. Es benötigt mehr Einarbeitungszeit und viele von Leaflet schon vorgegebene Funktionen müssen selbst programmiert werden, beispielsweise das korrekte Verhalten beim Öffnen und schließen von Popups, die zu Markern in einem Cluster gehören. Bei der Implementierung dieser Funktionalitäten konnten wir AT Maps andererseits aber auch deutlich flexibler machen: So ist es nun möglich die Icons und Farben der Marker kundenspezifisch zu definieren. Dadurch heben wir das markante Rot der Deutschen Bahn, das Dunkelblau der LEG und alle Farben zukünftiger Kunden besser hervor – sogar in partypink!
Der größte Vorteil von OpenLayers ist aber ein im Vergleich zu Leaflet anderer Ansatz bei der Platzierung der Marker auf der Karte: Anstatt für jeden Marker ein DOM-Element zu erzeugen, werden diese auf einen Canvas, eine „Zeichenfläche“, die über der eigentlichen Karte liegt, gezeichnet. Dadurch konnten wir die Rendergeschwindigkeit der Karte verfünffachen!

Wie geht es weiter?

Seit dem ersten Go-Live von AT Maps haben wir laufend weitere Funktionalitäten umgesetzt, wie z.B. die Erfassung von Aufruf-Statistiken, die manuelle Eingabe von Anzeigen über das Kundencenter oder einer Schnittstelle zu ImmoScout zum automatischen Abruf dort eingestellter Anzeigen. Für die aktuelle Version 2 haben wir uns intensiv mit der Verbesserung der User Experience beschäftigt – und auf das Ergebnis sind wir sehr stolz. Als nächstes konzentrieren wir auf die Anzeige von Informationen zum Wohnumfeld. Wie das aussehen wird? Wartet’s ab!

Herzlichst, Lorenzo Perez (AT Maps & KI-Entwicklung)

Warum zum Teufel bezahlen wir immer noch so viel Geld für Schnittstellen?

Systeme müssen miteinander kommunizieren. Zum Beispiel das CRM- mit dem ERP-System. Das war schon immer so – und wird durch die Digitalisierung nicht weniger: Im Gegenteil!

Die Kommunikation erfolgt über Schnittstellen, für deren Implementierung Unternehmend der Wohnungswirtschaft bereit sind, hohe Kosten zu zahlen – in vielen Fällen werden nämlich immer und immer wieder punktuelle Schnittstellen zwischen zwei im konkreten Anwendungsfall betroffenen Systemen entwickelt.

Schwierigkeiten von Platform-Ownership und -Network-Modell

Eine bessere Lösung für die Zukunft wären offene Schnittstellen und Plattformen, wie Karsten Noelling, der von uns sehr geschätzte Geschäftsführer von KIWI, in seinem interessanten Blogeintrag treffend beschreibt. Für die Entwicklung offener Plattformen werden darin zwei mögliche Szenarien genannt: Das „Platform-Ownership-Model“ und das „Platform-Network-Model“. Auch aus unserer Sicht sind beide Wege denkbar, aber durchaus auch problematisch:

  • Beim Ownership-Model wären einzelne Unternehmen Gatekeeper für die eigenen Daten und den Zugriff auf die API. Ein Beispiel hierfür ist die Aarean Smart Platform: Groß angekündigt als Plattform für Lösungsanbieter, haben viele Lösungsanbieter nie einen Zugriff darauf erhalten bzw. warten immer noch auf diesen. Unter anderem darum ist es sehr still darum geworden.
  • Beim Network-Model im Sinne eines losen Netzes aus stark miteinander verbundenen Produkten besteht die Gefahr, dass die Situation so bleibt wie jetzt: Es entsteht viel Aufwand für die Integration von Drittsystemen.

Warum kein Branchenstandard?

Aus unserer Sicht wäre eine andere Entwicklung sehr wünschenswert: Ein gemeinsamer Branchenstandard, nach dem sich alle Unternehmen und Systementwickler richten. Ein erfolgreiches Beispiel aus einer anderen Branche ist BiPRO aus der Finanzwelt. Hier wurde eine unabhängige Organisation etabliert, welche die Definitionsgewalt übernommen hat und zu der mittlerweile alle großen Versicherungsunternehmen Deutschlands gehören. Das Ergebnis: Kein Produkt kann es sich mehr leisten ohne eine BIPRO-konforme Schnittstelle aufzuwarten.

Ausbau von OpenImmo?

Im Prinzip haben wir in der Wohnungswirtschaft auch schon einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Und dieser Schritt heißt OpenImmo. Auch hier wurde eine unabhängige Organisation etabliert. Wie BiPRO handelt es sich dabei um einen Verein. Die Organisation entscheidet über Änderungen und Mitgliedsunternehmen folgen den Entscheidungen, weil sie vorher gemeinsam entschieden haben.

Warum ist ein solches Modell aus unserer Sicht besser? Es verhindert die Nachteile der anderen Modelle: Anders als im Ownership-Modell gibt es kein einzelnes Unternehmen oder ein Oligopol als Gatekeeper. Außerdem haben die Unternehmen ein Mitbestimmungs- und Gestaltungsrecht. Anders als im Netzwerk-Modell gibt es EINEN echten Standard.

Die Wohnungsunternehmen müssen den Standard vorantreiben

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Die Unternehmen der Wohnungswirtschaft müssen das Thema selbst vorantreiben und dürfen sich nicht mehr damit abfinden, dass sie hohe Kosten für die Integration individueller Schnittstellen bezahlen. Außerdem müssen Unternehmen die Bereitschaft, dass Schnittstellen Geld kosten ablegen und dies nicht länger hinnehmen. Auf Seiten der Systementwickler herrscht, eben auch aufgrund der lukrativen Vergütung in Integrationsarbeiten, ein Unwille vor, sich untereinander zu verbinden. Diese Einstellung wird natürlich nicht ohne Weiteres verschwinden, von Seiten der Auftraggeber kann aber entsprechend Druck ausgeübt werden.

Was also tun: Nehmen wir OpenImmo als Kristallisationspunkt und erweitern diesen Standard, der im Bereich der Immobilienvermarktung schon gut funktioniert, auch auf weitere Bereiche. Die aktuelle Entwicklung der REST-API wäre ein guter Anlass!

Herzlichst, Markus Saxen (CEO) & Matthias Opitz (CTO Atmosphere & Innovate)

Ein Jahr Vue: Was haben wir gelernt?

Im vergangenen Jahr standen wir vor der Entscheidung für ein neues Frontend-Framework. In die Recherche und den Vergleich der möglichen Optionen steckten wir viel Zeit und Arbeit, immerhin war dies eine richtungsweisende Entscheidung, welche die Weiterentwicklung aller unserer Produkte betraf. Der Sieger lautete schließlich: Vue (siehe Blogeintrag).

Mittlerweile ist das Framework seit einem Jahr bei uns im Einsatz und in alle Produkte der AT Suite eingeflossen. Welche Erfahrungen haben wir gesammelt? Was gefällt uns gut und welche Herausforderungen gab es zu bewältigen?

Was ist im Einsatz?

Zusätzlich zum Basis-Framework nutzen wir Vuex zur komponentenübergreifenden Speicherung des Zustands sowie Vuetify mit seinem materialdesign-basierten Oberflächenkomponenten.

Einfacher Einstieg dank sehr guter Dokumentation

Dank der sehr guten Tutorials auf vuejs.org und der beispielreichen API-Dokumentation von Vuetify fällt der Einstieg in das Framework sehr leicht. Auch die Online-Lektionen der Vue School sind sehr zu empfehlen. Mit dem Vue Client lässt sich per Kommandozeile eine Vue-Basisanwendung generieren mit der direkt losgelegt werden kann. Ein Vue-Devtools Plugin für Chrome ermöglicht umfangreiche Analysen der Applikation im Browser. Während React das etwas gewöhnungsbedürftige JSX als Markup-Sprache verwendet, fällt der Einstieg in Vue dank der HTML-basierten Templates deutlich leichter.

Starke, schnell wachsende Community

Die mittlerweile weite Verbreitung des Frameworks sorgt dafür, dass zu fast allen Problemen und Fragen passende Lösungen im Vue Forum oder bei Stackoverflow zu finden sind. Dadurch, dass das Framework mittlerweile auch von sehr großen Unternehmen wie z.B. Alibaba genutzt wird, ist eine langfristige Weiterentwicklung des Frameworks gesichert.

Wechselwirkungen zwischen Vuetify und Bootstrap

Eine Herausforderung, auf die wir bei der Entwicklung eines Vue-basierten Widgets stießen waren Wechselwirkungen zwischen Vuetify und Bootstrap: Vuetify nutzt teilweise die gleichen CSS-Klassennamen wie Bootstrap (z.B. „.container oder .row“, siehe auch https://github.com/vuetifyjs/vuetify/issues/8530). Eine vollständige Lösung hierfür gibt es noch nicht – in Vue3 wurde dieser Konflikt teilweise gelöst, aber in der Vuetify Dokumentation wird weiterhin deutlich darauf hingewiesen, dass eine Kombination mit anderen Oberflächenframeworks auf einer Seite zu vermeiden ist. Eine Alternative für den speziellen Anwendungsfall wäre der Austausch von Vuetify durch BootstrapVue gewesen. Im besagten Fall wollten wir allerdings trotzdem auf die materialdesign-basierten Komponenten von Vuetify zurückgreifen. Außerdem sind weitere Überschneidungen mit anderen Frameworks als Boostrap nicht auszuschließen. Deshalb entwickelten wir für unser Widget einen Frame-Wrapper, welcher dank der postMessage-Schnittstelle trotzdem einen Datenaustausch zwischen einbettender Seite und Widget ermöglicht.

Vorsicht bei zu tiefen Verschachtelungen

Eine weitere Herausforderung, die es zu lösen galt, waren Performance-Probleme bei großen und komplexen Tabellen. Als Ursache entpuppte sich ein in die Tabelle eingebetteter Detail-Dialog, der in der ersten Version als Komponente in jede Tabellenzeile eingebettet wurde. Dies führte bei vielen Zeilen zu einem sehr großen und tief verschachtelte DOM-Modell mit langen Lade- bzw Renderzeiten. Die einfache Lösung war das Ersetzen der vielen Dialoge durch einen einzelnen Dialog außerhalb der Tabelle, welcher zur Laufzeit die Daten der angeklickten Tabellenzeile übergeben bekommt: Statt mehreren hundert DOM-Elementen, hatten wir nur noch eines - und damit massiv verbesserte Ladezeiten.

Was kommt als nächstes?

Trotz der angesprochenen Herausforderungen sind wir sehr zufrieden mit unserer Entscheidung für das Vue-Framework und werden dessen Nutzung konsequent weiter ausbauen. Neben dem Go-Live weiterer Vue-basierter Komponenten steht in diesem Jahr  zusätzlich auch die Migration von Vue2 zur neuen Version 3 an.

Es bleibt spannend und wir werden weiter über unsere Reise mit Vue berichten!

Herzlichst, Ihr Matthias Opitz (CTO Atmosphere & Innovate)

Warum unsere neuen Frontends "vuetiful" werden

Bei der Planung der neuen Generation unserer AT Suite war schnell klar: Wir benötigen ein neues Frontend-Framework. Die resultierende Frage war natürlich: Welches? Diese Entscheidung sollte wohl überlegt sein, weil sie die technische Basis unserer Benutzeroberflächen für die nächsten Jahre vorgibt.

Nach einer ersten Analyse des Marktes wählten wir vier Frameworks für die intensivere Betrachtung  aus: React, Angular, Vue und Bootstrap. Zudem betrachteten wir die Option einer vollständigen Eigenentwicklung.  

Für den direkten Vergleich definierten wir zunächst die folgenden Kriterien.

  • Anbieter: Bzw. die Frage, wer hinter dem Framework steht. Denn: Unsere sehr auf DSGVO-Konformität achtenden Kunden würden auch diesen Punkt kritisch hinterfragen!
  • Verbreitung: In wie vielen Projekten wird das Framework verwendet und weiterentwickelt? Dies ist ein wichtiges Indiz für den zu erwartenden Langzeit-Support des Frameworks.
  • Umfang: Inwiefern beschränkt sich das Framework auf funktionale Aspekte auf Basis von JavaScript oder Layout-Aspekte auf Basis von CSS oder deckt es beide Aspekte ab?
  • Two-Way-Bindung: Wird bei Änderung der Daten in der Oberfläche („View“) automatisch das verbundene Datenmodell („Model“) geändert und umgekehrt auch bei Änderungen im Datenmodell der angezeigte Wert in der Oberfläche aktualisiert?
  • Responsiv: Besitzt das Framework Mechanismen, um die Darstellung automatisch an die Bildschirmgröße des aufrufenden Gerätes anzupassen?
  • Web-Pack-Support: Kann das fertige Projekt zum einfacheren Deployment in einem einzigen Paket zusammengefasst werden?

Schließlich definierten wir einen kleinen Use-Case, auf dessen Basis wir in jedem der zur Auswahl stehenden Frameworks einen Prototypen entwickelten. Unter Berücksichtigung der notwendigen Einarbeitungszeit sowie der Qualität der zur Verfügung stehenden Dokumentationen leiteten wir den für uns entstehenden Initialaufwand ab.

Die folgende Darstellung zeigt das Ergebnis unseres Vergleichs:

Die beiden meistverbreiteten JavaScript-Frameworks React und Angular boten zwar alle von uns benötigten funktionalen Aspekte, das Problem sind die Anbieter. Natürlich sind die Frameworks open-source und somit vielfach hinsichtlich Ihrer Sicherheit auf Herz und Nieren geprüft. Der Ruf der dahinterstehenden Konzerne würde in unserer Branche aber trotzdem zu viele Fragen unserer Kunden aufwerfen.

Bootstrap ist ebenfalls weit verbreitet, konzentriert sich für uns aber zu sehr auf den Layout-Aspekt und liefert in der Basis-Variante nicht das gewünschte Two-Way-Binding und keinen Web-Pack-Support. Eine Kombination von Boostrap mit den anderen Frameworks ist zwar möglich, für unsere Anwendungsfälle aber überdimensioniert.

Die Self-Made-Option konnten wir aufgrund des riesigen Initialaufwands schnell ausschließen.

Und so heißt der Sieger Vue: Zwar noch nicht so weit verbreitet wie React oder Angular, liefert das Framework alle von uns gewünschten Aspekte und ist zudem verhältnismäßig einfach aufzusetzen. Durch die Erweiterung Vuetify sind wir zudem in der Lage, Material-Design basierte Oberflächen zu entwickeln, in denen sich Android-Nutzer sowie Nutzer von Angular-basierten Anwendungen schnell zurecht finden. Die schnell wachsende Vue-Community verspricht außerdem einen soliden Support.

Spoiler: Im kommenden Frühjahr erzählen wir von unseren Erfahrungen nach einem Jahr Vue.

Herzlichst, Ihr Matthias Opitz (CTO Atmosphere & Innovate)

Kartendienste im Vergleich

"Ein Schreibtisch ist ein gefährlicher Ort für die Betrachtung der Welt." (John le Carré)

Google Maps ist überall präsent. Es ist auch sehr einfach einzubinden. Aber ist Google auch der beste Kartenanbieter? Um es kurz zu machen (Achtung: Spoilerfaktor 80%): Nein. Ist er nicht.

Für unsere Produkte möchten wir aber auf den besten Kartenanbieter setzen. Woran erkennt man den? Nun - an adäquaten Informationen. Die Angaben müssen vollständig und richtig sein. Um das zu beurteilen, muss man den Schreibtisch verlassen. Das haben wir getan.

1. Analyse-Vorbereitung
Hierfür haben wir zunächst vier ganz unterschiedliche Analyse-Gebiete ausgesucht: Dazu gehören in jeder Stadt das Stadtzentrum und typische Siedlungsbestände unserer Kunden.

2. Schreibtisch-Analyse: Welche Infos bekommen wir über die Anbieter?
Wir haben für die Analyse-Gebiete alle Informationen aggregiert, die wir von den Kartenanbietern erhalten. Okay - nicht für alle Anbieter, sondern für Bing, Google und OpenStreetMap ("OSM"). Den Informationsgehalt bewerteten wir dabei anhand von sogenannten "Points of Interest" (POIs).

3. Vor-Ort-Analyse
Wir haben dann vor Ort die Daten geprüft: Waren Informationen vom Anbieter falsch? Gibt es Daten, die auf der Karte fehlen?

4. Kosten
Tja - und dann natürlich der wirtschaftliche Blick: Welcher Anbieter wird (bei einer typischen Anforderung unserer Kunden) welchen Preis aufrufen?

Das Ergebnis: OSM schlägt die anderen Anbieter und wird damit neuen zur Basis unserer kartenbasierten Produkte.

Herzlichst, Ihr Markus Saxen


Wir feiern 20. Geburtstag

Das hört sich nach gar nicht so viel an, aber: In der IT-Welt sind das 80 Generationen. Eine Gegenüberstellung unserer Anfänge und dem Status Quo finden Sie hier.

In diesem Ein-Raum-Eck-Lokal in Bochum fing im Jahr 1994 alles an. Kurze Zeit später entwickelten wir gemeinsam mit der damaligen Veba Consulting das erste Release unseres Vermarktungstools. Damit hatten wir genau einen Kunden. Und ein Produkt - damals noch unter dem Namen Polygon. Und: Das passte! Sechs Jahre später im Jahr 2000 - also vor zwanzig Jahren - gründeten wir dann die AG.

Und weitere 20 Jahre später residieren wir nun in dieser wunderbaren Villa. Hier genießen wir die schönen Räumlichkeiten und auch das Büro-Umfeld in direkter Nähe zur Ruhr. Zwanzig Jahre in der Wohnungswirtschaft haben viel mit uns gemacht - aber wir im Gegenzug auch viel mit der Branche. Wir dürfen uns rühmen, dass viele Digitalisierungsthemen von uns initiiert wurden. Um nur ein paar zu nennen: Prozess-Steuerung in der Vermietung und im Verkauf. Messaging im Kundenservice. Kartendienste, um Angebote verfügbar zu machen. Un unser Integrationsserver zur Integration in die Anwendungslandschaften unserer Kunden.

Und das schönste: Wir haben jeden Tag mehr Spass daran.

Und freuen uns auf den nächsten 20-Jahres-Schritt...!

Vielen vielen Dank an alle Freunde und Kunden und Partner und Unterstützer, die uns seitdem begleitet haben.

Herzlichst, Matthias Opitz, Marcus Grah und Markus Saxen (Vorstand)


Bye, bye Passwortwechsel-Zwang

Bisher galt die Regel: Passworte regelmäßig ändern ist gut. In vielen Systemen werden User regelmäßig dazu gezwungen.

Heute wissen wir: Das regelmäßige Ändern von Passwörtern ist problematisch -- aus gleich mehreren Gründen:

Die University of North Carolina (UNC) hat festgestellt, dass der erzwungene Wechsel des Passworts vielfach nur Variationen des ursprünglichen zur Folge hatte.  Solche Varianten sind für Skripte und Algorithmen sehr leicht vorherzusagen. Auch andere Studien haben gezeigt, dass derartige Passwortwechsel Eindringlingen kaum das Lebenschwerer machen -- wohl aber den Nutzern: Und das steht in keinem Verhältnis zu einem lediglich gefühlten Mehr an Sicherheit.

Aus diesem haben haben die Aufsichtsbehörden und das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) nun eindeutig klargestellt: Der Zwang zum Passwortwechsel muss entfallen.

Was heißt das für unseren Passwort-Schutz?

  1. Der Passwort-wechsel-Zwang muss ausgebaut werden.
  2. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um  kompromittierte Passworte zu erkennen.
    Solche Passworte dürfen nicht mehr zugelassen werden.
    In diesem Fall ist Passwort-Wechsel-Zwang hilfreich und MUSS durchgesetzt werden.
  3. Und natürlich muss in einem solchen Fall der Benutzer proaktiv informiert werden.

Und genau das haben wir umgesetzt: Alle unsere Systeme sind nun aktualisiert und werden sukzessiv entsprechend ausgerollt.

Dazu haben wir ein zentrales System aufgesetzt, mit dem geprüft werden kann, ob ein Passwort kompromittiert ist. Die Daten sind natürlich gehasht, in der Open Telekom Cloud durch uns gehostet und der Zugriff gesichert.

Haben Sie Fragen? Brauchen Sie Hilfe bei der Implementierung eines solchen Prozesses? Fragen Sie uns - wir helfen gerne...!

Herzlichst, Ihr Matthias Opitz (CTO Atmosphere & Innovate)


Online Besichtigungen? Es muss nicht immer 360° sein!

Social Distancing hin und her: Niemand mietet eine Wohnung, ohne sie vorher gesehen zu haben. Jeder Mietvertrag erfordert also nach wie vor irgendeine Art von Besichtigungstermin. Was tun? Hier unsere Sammlung von Alternativen, inklusive unserer persönlichen Erfahrungen bei der Massenumsetzung für viele Bestände.

  • Der erste Reflex: 360-Grad-Aufnahmen.
    Vorteil: 360-Grad-Aufnahmen vermitteln einen brauchbaren Eindruck von der Wohnung. Nachteil (abgesehen davon, dass sie spezielle Hard- bzw. Software brauchen und die Erstellung recht aufwändig ist): Das Format dieser Dateien ist nicht öffentlich, sondern „gehört“ letztlich dem jeweiligen Anbieter der Aufnahmen. Einfache Frage: Was passiert, wenn der 360-Grad-Anbieter pleite ist? Wie kommt man an die Daten?
     
  • Option 2: Ein Smartphone-Video aus Anbieterperspektive.
    Um die Regeln dafür zu erlernen, haben wir einen gelernten Kameramann gebeten, genau das zu erstellen – und die Regeln dafür einer Gruppe von Vermietern zu erklären. Ergebnis: Es ist sehr schnell erstellt und gibt einen guten Eindruck wieder. Hier ist ein Beispiel dazu: https://www.youtube.com/watch?v=42dzFvHjE1M
     
  • Option 3: Video-Call aufnehmen.
    Die Idee: Die Besichtigung wird per Video-Call durchgeführt. Dazu gibt es viele Plattformen (Zoom, Skype, WebEx, Google Duo, Facetime, …). Der Interessent kann von zu Hause aus Fragen stellen, der Vermieter kann sie aus der Wohnung heraus sofort beantworten. Und exakt dieser Video-Call wird aufgenommen und für weitere Interessenten als Online-Besichtigung zur Verfügung gestellt. Vorteil: Die eigentliche Online-Besichtigung“ ergibt sich ganz von selbst.
     
  • Option 4: „Scripted Video-Call“
    Dies Idee basiert auf der Option 3, mit einer interessanten Variante: Der Interessent ist kein echter Interessent, sondern wird aus dem eigenen Hause gestellt. Er stellt vorher abgesprochene Fragen, um die Wohnung angemessen darstellen zu können. Auf diese Weise kann die Online-Besichtigung mit gleichbleibender Qualität erstellt werden – auch über viele Bestände.

Wie stellt man das Video zur Verfügung?

Hier kann man große Fehler machen! Was fast immer übersehen wird: Das ideale Format hängt vom Endgerät ab. Und der Internetverbindung, mit der es angebunden ist. Diese Steuerung kann kein Internetportal leisten. Und erst recht keine eigene Homepage. Sie sollte vielmehr Video-Portalen überlassen werden, die nichts anderes tun – zum Beispiel Youtube oder Vimeo. Was viele nicht wissen: Mit der Nutzung dieser Plattform müssen Sie ihr Video nicht öffentlich zur Verfügung stellen. Sie können es statt dessen nur für User öffnen, die den Link zum Video kennen. Und das sind die von Ihnen ausgewählte Interessenten.

Fragen? Rufen Sie uns an – wir helfen gern.

Herzlichst, Ihr Markus Saxen (CEO)


Bleiben Sie gesund!

Es sind herausfordernde Zeiten für uns alle und wir hoffen sehr, es geht Ihnen gut.

Die Situation um das neuartige Coronavirus (COVID-19) entwickelt sich rasant und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. Seitdem arbeiten wir aus den HomeOffices heraus. Seit nun zwei Wochen. Mit voller Teamstärke. An allen laufenden Projekten. So läuft zum Beispiel das Update aller polyEstate-Systeme auf Hochtouren.

Und wir haben viel gelernt:

  • Ja: Es geht. Videokonferenzen, Screensharing, Fernzugriffe – all das hilft uns, die gewohnte intensive Abstimmung weiterzuführen. Aber: Diese Abstimmungen brauchen eben DOCH etwas länger als bisher. Kurz: Es geht. Aber es dauert etwas länger.
  • Gemeinsame Arbeit mit unseren Kunden: Bei vielen Themen hätten wir vor drei Wochen noch gemeinsam darauf bestanden, dass wir sie persönlich klären. Auch das läuft jetzt online – und es läuft sehr gut.
  • Wir vermissen den direkten Kontakt mit unseren Kollegen. Was uns hilft: Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Video-CheckIn. Jeder erzählt kurz, wie es ihm geht, was das Highlight gestern war und worauf man sich heute freut. Ein O-Ton aus dieser Runde: „Ich habe mich sehr darauf gefreut, euch wiederzusehen. Wenn es diesen Video-CheckIn nicht gäbe, würde ich gar nicht mehr aus dem Bademantel kommen.“ Das können wir also dringend empfehlen.

Unterm Strich – ganz klar: Hier ändert sich gerade die Arbeitskultur. Und diese Änderung wird nachhaltig. Sie wird bleiben – auch in der Nach-Corona-Zeit.

Wir wünschen Ihnen alles Beste, bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf.

Bis hoffentlich bald wieder,
Markus Saxen, CEO AT Estate AG

Bis hoffentlich bald wieder, Ihr Markus Saxen (CEO)


Wer im nerdigen Glashaus sitzt…

Wir haben es gut hier in Hattingen. Unsere Geschäfte prosperieren, unsere Produktentwicklung Innovate baut mit unseren Kunden und Innovationspartnern immer präzisere Werkzeuge und neue Module, die gut nachgefragt werden und uns kontinuierlich und gesund wachsen lassen. Wir sind und waren stets selbstfinanziert und haben nie ein großes Budget für Marketing und Marktkommunikation eingesetzt. Ganz im Gegenteil: wir haben uns fast etwas nerdig auf die Bedürfnisse unserer Kunden und des Marktes fokussiert.

Und weil wir mit unseren Technologien immer vorne weg sind, haben wir uns manchmal etwas arrogant über alte Technik lustig gemacht. Als 2012 bei den ACTA-Protesten eine Kampagne überschrieben war mit „Lasst uns unser Internet sonst nehmen wir euch die Faxgeräte weg“, haben wir uns schenkelklopfend amüsiert. Und lächeln immer noch über Fax-Nummern, gerade weil wir mit unserer cutting-edge Technologie Atmosphere unserer Kunden über Messenger erreichbar machen. Gänzlich digital, schöne neue Welt! Wir sind’s, die aus #Neuland.

Zumindest bis 2019. Da fiel uns unser Kanzlerinnen-Bashing auf die Füße. Es fing ganz harmlos an. Bei einer Produktschulung erzählten wir von einem neuen Modul, das bei dem Kunden noch nicht eingesetzt wurde. „Warum twittert ihr das nicht?“ fragte so ein junger User. Und dann kamen die Einschläge immer näher: Was’n mit Facebook? Warum sind nicht alle Ansprechpartner bei Xing? Könnt ihr das nicht mal irgendwo posten – euer Newsletter ist uns zu langsam.

Schöne neue Welt? Sind wir das noch, die aus #Neuland? Etliche Anwendergespräche, viele hausinterne Diskussionen und unzähligen Flaschen teuren Rotweins später hatten wir die Antwort: Ja, wir sind’s noch. Die aus #Neuland. Aus unserem #Neuland.

Und deshalb freuen wir uns: Weil wir zum Anfang des Jahres Melinda gewinnen und als neues Teammitglied begrüßen konnten. Die ausgewiesene Kommunikations- und Medienexpertin hat uns unterstützt, eine Social Media – Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Das rollen wir jetzt Stück für Stück aus. Vieles ist von allgemeinem Interesse, bestimmte Inhalte nur für unsere Anwender zugänglich. Wir üben noch.

So oder so: wir werfen keine Steine mehr. Das freche Grinsen unserer jungen Entwickler mahnt uns täglich! Also: folgen Sie uns, abonnieren Sie unsere Kanäle und teilen Sie unsere Beiträge, wenn Sie Ihnen gefallen. Vor allem: schreiben Sie uns! Unsere Technologie konnte nur durch ständige Kommunikation und konstruktive Reibung mit unseren Kunden so gut werden. Machen Sie mit, dann werden wir beim Social Media Publishing ebenso relevant. Nur: Bitte nicht per Fax :)

Herzlichst, Ihr Markus Saxen (CEO)