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Kartendienste im Vergleich

"Ein Schreibtisch ist ein gefährlicher Ort für die Betrachtung der Welt." (John le Carré)

Google Maps ist überall präsent. Es ist auch sehr einfach einzubinden. Aber ist Google auch der beste Kartenanbieter? Um es kurz zu machen (Achtung: Spoilerfaktor 80%): Nein. Ist er nicht.

Für unsere Produkte möchten wir aber auf den besten Kartenanbieter setzen. Woran erkennt man den? Nun - an adäquaten Informationen. Die Angaben müssen vollständig und richtig sein. Um das zu beurteilen, muss man den Schreibtisch verlassen. Das haben wir getan.

1. Analyse-Vorbereitung
Hierfür haben wir zunächst vier ganz unterschiedliche Analyse-Gebiete ausgesucht: Dazu gehören in jeder Stadt das Stadtzentrum und typische Siedlungsbestände unserer Kunden.

2. Schreibtisch-Analyse: Welche Infos bekommen wir über die Anbieter?
Wir haben für die Analyse-Gebiete alle Informationen aggregiert, die wir von den Kartenanbietern erhalten. Okay - nicht für alle Anbieter, sondern für Bing, Google und OpenStreetMap ("OSM"). Den Informationsgehalt bewerteten wir dabei anhand von sogenannten "Points of Interest" (POIs).

3. Vor-Ort-Analyse
Wir haben dann vor Ort die Daten geprüft: Waren Informationen vom Anbieter falsch? Gibt es Daten, die auf der Karte fehlen?

4. Kosten
Tja - und dann natürlich der wirtschaftliche Blick: Welcher Anbieter wird (bei einer typischen Anforderung unserer Kunden) welchen Preis aufrufen?

Das Ergebnis: OSM schlägt die anderen Anbieter und wird damit neuen zur Basis unserer kartenbasierten Produkte.

Herzlichst, Ihr Markus Saxen


Wir feiern 20. Geburtstag

Das hört sich nach gar nicht so viel an, aber: In der IT-Welt sind das 80 Generationen. Eine Gegenüberstellung unserer Anfänge und dem Status Quo finden Sie hier.

In diesem Ein-Raum-Eck-Lokal in Bochum fing im Jahr 1994 alles an. Kurze Zeit später entwickelten wir gemeinsam mit der damaligen Veba Consulting das erste Release unseres Vermarktungstools. Damit hatten wir genau einen Kunden. Und ein Produkt - damals noch unter dem Namen Polygon. Und: Das passte! Sechs Jahre später im Jahr 2000 - also vor zwanzig Jahren - gründeten wir dann die AG.

Und weitere 20 Jahre später residieren wir nun in dieser wunderbaren Villa. Hier genießen wir die schönen Räumlichkeiten und auch das Büro-Umfeld in direkter Nähe zur Ruhr. Zwanzig Jahre in der Wohnungswirtschaft haben viel mit uns gemacht - aber wir im Gegenzug auch viel mit der Branche. Wir dürfen uns rühmen, dass viele Digitalisierungsthemen von uns initiiert wurden. Um nur ein paar zu nennen: Prozess-Steuerung in der Vermietung und im Verkauf. Messaging im Kundenservice. Kartendienste, um Angebote verfügbar zu machen. Un unser Integrationsserver zur Integration in die Anwendungslandschaften unserer Kunden.

Und das schönste: Wir haben jeden Tag mehr Spass daran.

Und freuen uns auf den nächsten 20-Jahres-Schritt...!

Vielen vielen Dank an alle Freunde und Kunden und Partner und Unterstützer, die uns seitdem begleitet haben.

Herzlichst, Matthias Opitz, Marcus Grah und Markus Saxen (Vorstand)


Bye, bye Passwortwechsel-Zwang

Bisher galt die Regel: Passworte regelmäßig ändern ist gut. In vielen Systemen werden User regelmäßig dazu gezwungen.

Heute wissen wir: Das regelmäßige Ändern von Passwörtern ist problematisch -- aus gleich mehreren Gründen:

Die University of North Carolina (UNC) hat festgestellt, dass der erzwungene Wechsel des Passworts vielfach nur Variationen des ursprünglichen zur Folge hatte.  Solche Varianten sind für Skripte und Algorithmen sehr leicht vorherzusagen. Auch andere Studien haben gezeigt, dass derartige Passwortwechsel Eindringlingen kaum das Lebenschwerer machen -- wohl aber den Nutzern: Und das steht in keinem Verhältnis zu einem lediglich gefühlten Mehr an Sicherheit.

Aus diesem haben haben die Aufsichtsbehörden und das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) nun eindeutig klargestellt: Der Zwang zum Passwortwechsel muss entfallen.

Was heißt das für unseren Passwort-Schutz?

  1. Der Passwort-wechsel-Zwang muss ausgebaut werden.
  2. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um  kompromittierte Passworte zu erkennen.
    Solche Passworte dürfen nicht mehr zugelassen werden.
    In diesem Fall ist Passwort-Wechsel-Zwang hilfreich und MUSS durchgesetzt werden.
  3. Und natürlich muss in einem solchen Fall der Benutzer proaktiv informiert werden.

Und genau das haben wir umgesetzt: Alle unsere Systeme sind nun aktualisiert und werden sukzessiv entsprechend ausgerollt.

Dazu haben wir ein zentrales System aufgesetzt, mit dem geprüft werden kann, ob ein Passwort kompromittiert ist. Die Daten sind natürlich gehasht, in der Open Telekom Cloud durch uns gehostet und der Zugriff gesichert.

Haben Sie Fragen? Brauchen Sie Hilfe bei der Implementierung eines solchen Prozesses? Fragen Sie uns - wir helfen gerne...!

Herzlichst, Ihr Matthias Opitz (CTO Atmosphere & Innovate)


Online Besichtigungen? Es muss nicht immer 360° sein!

Social Distancing hin und her: Niemand mietet eine Wohnung, ohne sie vorher gesehen zu haben. Jeder Mietvertrag erfordert also nach wie vor irgendeine Art von Besichtigungstermin. Was tun? Hier unsere Sammlung von Alternativen, inklusive unserer persönlichen Erfahrungen bei der Massenumsetzung für viele Bestände.

  • Der erste Reflex: 360-Grad-Aufnahmen.
    Vorteil: 360-Grad-Aufnahmen vermitteln einen brauchbaren Eindruck von der Wohnung. Nachteil (abgesehen davon, dass sie spezielle Hard- bzw. Software brauchen und die Erstellung recht aufwändig ist): Das Format dieser Dateien ist nicht öffentlich, sondern „gehört“ letztlich dem jeweiligen Anbieter der Aufnahmen. Einfache Frage: Was passiert, wenn der 360-Grad-Anbieter pleite ist? Wie kommt man an die Daten?
     
  • Option 2: Ein Smartphone-Video aus Anbieterperspektive.
    Um die Regeln dafür zu erlernen, haben wir einen gelernten Kameramann gebeten, genau das zu erstellen – und die Regeln dafür einer Gruppe von Vermietern zu erklären. Ergebnis: Es ist sehr schnell erstellt und gibt einen guten Eindruck wieder. Hier ist ein Beispiel dazu: https://www.youtube.com/watch?v=42dzFvHjE1M
     
  • Option 3: Video-Call aufnehmen.
    Die Idee: Die Besichtigung wird per Video-Call durchgeführt. Dazu gibt es viele Plattformen (Zoom, Skype, WebEx, Google Duo, Facetime, …). Der Interessent kann von zu Hause aus Fragen stellen, der Vermieter kann sie aus der Wohnung heraus sofort beantworten. Und exakt dieser Video-Call wird aufgenommen und für weitere Interessenten als Online-Besichtigung zur Verfügung gestellt. Vorteil: Die eigentliche Online-Besichtigung“ ergibt sich ganz von selbst.
     
  • Option 4: „Scripted Video-Call“
    Dies Idee basiert auf der Option 3, mit einer interessanten Variante: Der Interessent ist kein echter Interessent, sondern wird aus dem eigenen Hause gestellt. Er stellt vorher abgesprochene Fragen, um die Wohnung angemessen darstellen zu können. Auf diese Weise kann die Online-Besichtigung mit gleichbleibender Qualität erstellt werden – auch über viele Bestände.

Wie stellt man das Video zur Verfügung?

Hier kann man große Fehler machen! Was fast immer übersehen wird: Das ideale Format hängt vom Endgerät ab. Und der Internetverbindung, mit der es angebunden ist. Diese Steuerung kann kein Internetportal leisten. Und erst recht keine eigene Homepage. Sie sollte vielmehr Video-Portalen überlassen werden, die nichts anderes tun – zum Beispiel Youtube oder Vimeo. Was viele nicht wissen: Mit der Nutzung dieser Plattform müssen Sie ihr Video nicht öffentlich zur Verfügung stellen. Sie können es statt dessen nur für User öffnen, die den Link zum Video kennen. Und das sind die von Ihnen ausgewählte Interessenten.

Fragen? Rufen Sie uns an – wir helfen gern.

Herzlichst, Ihr Markus Saxen (CEO)


Bleiben Sie gesund!

Es sind herausfordernde Zeiten für uns alle und wir hoffen sehr, es geht Ihnen gut.

Die Situation um das neuartige Coronavirus (COVID-19) entwickelt sich rasant und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. Seitdem arbeiten wir aus den HomeOffices heraus. Seit nun zwei Wochen. Mit voller Teamstärke. An allen laufenden Projekten. So läuft zum Beispiel das Update aller polyEstate-Systeme auf Hochtouren.

Und wir haben viel gelernt:

  • Ja: Es geht. Videokonferenzen, Screensharing, Fernzugriffe – all das hilft uns, die gewohnte intensive Abstimmung weiterzuführen. Aber: Diese Abstimmungen brauchen eben DOCH etwas länger als bisher. Kurz: Es geht. Aber es dauert etwas länger.
  • Gemeinsame Arbeit mit unseren Kunden: Bei vielen Themen hätten wir vor drei Wochen noch gemeinsam darauf bestanden, dass wir sie persönlich klären. Auch das läuft jetzt online – und es läuft sehr gut.
  • Wir vermissen den direkten Kontakt mit unseren Kollegen. Was uns hilft: Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Video-CheckIn. Jeder erzählt kurz, wie es ihm geht, was das Highlight gestern war und worauf man sich heute freut. Ein O-Ton aus dieser Runde: „Ich habe mich sehr darauf gefreut, euch wiederzusehen. Wenn es diesen Video-CheckIn nicht gäbe, würde ich gar nicht mehr aus dem Bademantel kommen.“ Das können wir also dringend empfehlen.

Unterm Strich – ganz klar: Hier ändert sich gerade die Arbeitskultur. Und diese Änderung wird nachhaltig. Sie wird bleiben – auch in der Nach-Corona-Zeit.

Wir wünschen Ihnen alles Beste, bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf.

Bis hoffentlich bald wieder,
Markus Saxen, CEO AT Estate AG

Bis hoffentlich bald wieder, Ihr Markus Saxen (CEO)


Wer im nerdigen Glashaus sitzt…

Wir haben es gut hier in Hattingen. Unsere Geschäfte prosperieren, unsere Produktentwicklung Innovate baut mit unseren Kunden und Innovationspartnern immer präzisere Werkzeuge und neue Module, die gut nachgefragt werden und uns kontinuierlich und gesund wachsen lassen. Wir sind und waren stets selbstfinanziert und haben nie ein großes Budget für Marketing und Marktkommunikation eingesetzt. Ganz im Gegenteil: wir haben uns fast etwas nerdig auf die Bedürfnisse unserer Kunden und des Marktes fokussiert.

Und weil wir mit unseren Technologien immer vorne weg sind, haben wir uns manchmal etwas arrogant über alte Technik lustig gemacht. Als 2012 bei den ACTA-Protesten eine Kampagne überschrieben war mit „Lasst uns unser Internet sonst nehmen wir euch die Faxgeräte weg“, haben wir uns schenkelklopfend amüsiert. Und lächeln immer noch über Fax-Nummern, gerade weil wir mit unserer cutting-edge Technologie Atmosphere unserer Kunden über Messenger erreichbar machen. Gänzlich digital, schöne neue Welt! Wir sind’s, die aus #Neuland.

Zumindest bis 2019. Da fiel uns unser Kanzlerinnen-Bashing auf die Füße. Es fing ganz harmlos an. Bei einer Produktschulung erzählten wir von einem neuen Modul, das bei dem Kunden noch nicht eingesetzt wurde. „Warum twittert ihr das nicht?“ fragte so ein junger User. Und dann kamen die Einschläge immer näher: Was’n mit Facebook? Warum sind nicht alle Ansprechpartner bei Xing? Könnt ihr das nicht mal irgendwo posten – euer Newsletter ist uns zu langsam.

Schöne neue Welt? Sind wir das noch, die aus #Neuland? Etliche Anwendergespräche, viele hausinterne Diskussionen und unzähligen Flaschen teuren Rotweins später hatten wir die Antwort: Ja, wir sind’s noch. Die aus #Neuland. Aus unserem #Neuland.

Und deshalb freuen wir uns: Weil wir zum Anfang des Jahres Melinda gewinnen und als neues Teammitglied begrüßen konnten. Die ausgewiesene Kommunikations- und Medienexpertin hat uns unterstützt, eine Social Media – Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Das rollen wir jetzt Stück für Stück aus. Vieles ist von allgemeinem Interesse, bestimmte Inhalte nur für unsere Anwender zugänglich. Wir üben noch.

So oder so: wir werfen keine Steine mehr. Das freche Grinsen unserer jungen Entwickler mahnt uns täglich! Also: folgen Sie uns, abonnieren Sie unsere Kanäle und teilen Sie unsere Beiträge, wenn Sie Ihnen gefallen. Vor allem: schreiben Sie uns! Unsere Technologie konnte nur durch ständige Kommunikation und konstruktive Reibung mit unseren Kunden so gut werden. Machen Sie mit, dann werden wir beim Social Media Publishing ebenso relevant. Nur: Bitte nicht per Fax :)

Herzlichst, Ihr Markus Saxen (CEO)